Ausgaben für Medikamente – Wie viel Geld gibt jeder Deutsche im Durchschnitt für Arzneimittel aus?

Pro Jahr gibt jeder Deutsche durchschnittlich 515 Euro für Arzneimittel bzw. Medikamente aus. 463 Euro entfallen davon auf verordnete Medikamente und 52 Euro auf die Selbstmedikation (Stand 2009).

Quelle: Die Welt in Zahlen 2011, Brand eins, S. 262

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Medikament gegen die letale Strahlendosis – CBLB 502 (Protectan)

 
Schwere Reaktorunfälle mit Austritt von radioaktiver Strahlung können zukünftig von mehr Menschen überlebt werden

Derzeit wird in den USA eine Substanz erprobt, die die Überlebenschance nach einer letalen Strahlendosis deutlich verbessern soll. Es wird eine Zulassung für den Wirkstoff CBLB 502 (Protectan) bei amerikanischen Arzneimittelzulassungbehörde (FDA) angestrebt. Ersten tierexperimentellen Untersuchungen zufolge erhöht CBLB 502 die Überlebensrate nach einer letalen Strahlendosis (6,5 Sievert) von 25 auf 64 Prozent.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 16, 24. April 2011, S.59, Wissenschaft, V. Stollorz



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Wie hoch ist das Risiko? Plötzlicher Herztod beim Marathon


Ist das Risiko eines plötzlichen Herztodes beim Marathon erhöht?
In einer Studie von Maron et al. Aus dem Jahre 1996 wurden rückblickend über 30 Jahre die Todesfälle zweier großer Marathonveranstaltungen in den USA ausgewertet. Außerdem wurde berechnet, ob das Todesfallrisiko eines Marathonteilnehmers im Vergleich zur Normalbevölkerung erhöht ist oder nicht. Es konnte gezeigt werden, dass das Risiko bezüglich des plötzlichen Herztodes für Marathonläufer 100-mal kleiner ist als bei der restlichen Bevölkerung. Das Risiko für eine plötzlichen Herztod beim Marathon wird mit 1:50.0000 angegeben.

Quelle: Hamburger Ärzteblatt 04/2011


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Zahl der Demenzkranken in Deutschland - Wie häufig ist eine Demenz?


Demenz ist ein Preis für die Langlebigkeit einer Gesellschaft. 
In Deutschland sind ca. 1,3 Millionen Menschen von einer Demenz betroffen. Der Anteil Demenzkranker liegt bei etwa 1600 je 100.000 Einwohner.  Die Zahl der Demenzerkrankungen dürfte sich innerhalb der nächsten 30 Jahre verdoppeln. 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 9, S. 342

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Große Suchtgefahr durch Spielautomaten

Wie viele Menschen gelten als abhängig von Spielautomaten?
Wie viele Menschen sind pathologische Glücksspieler?

Die Benutzung von Spielautomaten in Spielhallen und Gaststätten birgt ein hohes Suchtrisiko. Besonders junge Männer, Migranten, Menschen mit niedrigen Bildungsstatus und Arbeitslose sind stark gefährdet eine Abhängigkeit von Glücksspielautomaten zu entwickeln.

Aktuelle Zahlen bestätigen, dass knapp eine halbe Millionen Menschen als abhängige Glücksspieler zu bezeichnen sind. Sie erfüllen die strengen Kriterien (DSM-IV-Kriterien) für die Diagnose von pathologischem Glücksspiel. Circa 800.000 Menschen sind so genannte „problematische Spieler“. Weitere drei Millionen können als stark abhängigkeitsgefährdet eingestuft werden.

Quelle: Deutsche Ärzteblatt, Jg. 108, Heft 9, S. 343


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Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Johanniskraut


Übersicht zu den Nebenwirkungen einer Behandlung mit Johanniskraut-Zubereitungen

Das Anwendungsgebiet von Johanniskraut-Extrakten reicht von der Behandlung leichter depressiver Verstimmungszustände bis hin zur Therapie mittelschwerer Depressionen.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 600 bis 900 mg standardisierter Johanniskraut-Extrakt.


Nebenwirkungen
Sehr selten kann es bei der Anwendung von Johanniskraut durch eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht (Photosensibilisierung) zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Haut kommen. Während der Anwendung von Johanniskraut sollte daher eine intensive UV-Bestrahlung (lange Sonnenbäder, Höhensonne, Solarien) vermieden werden. Ergänzend sollte erwähnt werden, dass bisher sonnenbrandähnliche Entzündungen der Haut nur bei Patienten auftraten, die mit reinem Hypericin behandelt wurden, dessen Dosierung etwa zehnmal höher war als bei einem Standardpräparat.

Selten kann es unter der Einnahme von Johanniskraut zu allergischen Hautveränderungen wie z.B. Juckreiz, Rötung, oder Hautschwellung kommen.
Bei empfindlichen Personen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit und Durchfall kommen. Auch diese Nebenwirkungen treten insgesamt selten auf.
Außerdem wurden unter der Anwendung von Johanniskraut auch Müdigkeit und Unruhezustände beobachtet.
Missempfindungen traten ebenfalls häufiger unter Johanniskraut auf als unter Placebo-Gabe. Zudem wurde bei Patienten, die Johanniskraut langfristig einnahmen, eine Erhöhung der Leberwerte festgestellt.

Nachdem erste Fälle von ungewollter Schwangerschaft unter Johanniskraut-Einnahme trotz Kontrazeption mit einer „Pille“ der zweiten Generation beobachtet wurden, wird von Seiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfohlen, bei gleichzeitiger Anwendung von Johanniskraut und der Pille zusätzlich eine mechanische Verhütungsmethode anzuwenden.

Bei Frauen die gleichzeitig verschiedene Johanniskraut-Präparate einnahmen, wurden gehäuft Blutungsunregelmäßigkeiten beobachtet. Die Blutungsunregelmäßigkeiten setzten eine bis fünf Wochen nach Beginn der Einnahme von Johanniskraut ein.


Zusammenfassend gelten Johanniskraut-Extrakte als gut verträglich. Besonders im Vergleich zu den chemisch definierten Antidepressiva, wie z.B. den Serotonin-Wiederaufnahmehemmern, zeigen Johanniskraut-Präparate Vorteile in der Verträglichkeit. Alle oben aufgeführten Nebenwirkungen treten selten oder sehr selten auf, d.h. in einer Häufigkeit von weniger als einen Nebenwirkungsfall unter 1000 (selten) bzw. 10.000 (sehr selten) behandelten Personen.

Vor Beginn der Behandlung mit Johanniskraut sollte unbedingt sorgfältig die Gebrauchsinformation gelesen werden. Zu beachten sind insbesondere mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

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Wechselwirkungen
Besondere Vorsicht ist jedoch geboten, wenn zusätzlich zum Johanniskraut noch weitere Medikamente eingenommen werden. Wechselwirkungen von Johanniskraut mit anderen Arzneimitteln sind häufig.

Wechselwirkung bedeutet, dass sich zwei zusammen eingenommene Medikamente in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen. Das kann dazu führen, dass eines der beiden Medikamente gar nicht mehr wirkt oder, dass eines der Medikamente besonders stark wirkt.

Johanniskraut kann mit zahlreichen anderen Arzneistoffen in dem Sinne interagieren, dass es die Plasmakonzentration dieser Stoffe senkt und dadurch deren Wirksamkeit abschwächt. Die Liste dieser Medikamente ist lang. Daher sollte jeder Patient seinen behandelnden Arzt darüber informierten, dass er Johanniskraut-Präparate einnimmt, auch wenn diese nur niedrig dosiert sein sollten.

http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/Da den Patienten in der Regel nicht alle Wirkstoffnamen, der von ihrem Arzt verordneten Medikamente bekannt sind, ist es hilfreich, zumindest die Erkrankung zu kennen, bei deren Medikamenten es häufig zu Wechselwirkungen mit Johanniskraut kommt.

Unbedingt ihren Arzt von der Behandlung mit Johanniskraut in Kenntnis setzen, sollten Patienten, die Medikamente wegen folgender Erkrankungen erhalten:

  • Koronare Herzerkrankungen /PTCA (Ballondilatation/Stent-Implantation)
  • Zustand nach Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult)
  • AIDS Erkrankung
  • Krebserkrankungen, die mit Zytostatika behandelt werden
  • Zustand nach Organtransplantation
  • Herzinsuffizienz

Zu den Stoffen bei denen es zu Wechselwirkungen mit Johanniskraut kommen kann, gehören insbesondere die folgenden Arzneimittel:

• Immunsuppressiva
  • Ciclosporin
  • Tacrolimus zur innerlichen Anwendung
  • Sirolimus
• Anti-HIV-Arzneimittel

  • Proteinase-Inhibitoren wie Indinavir
  • Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren wie Nevirapin

• Zytostatika wie
  • Imatinib
  • Irinotecan

• Antikoagulanzien

  • Phenprocoumon
  • Warfarin

• Theophyllin
• Digoxin
• Verapamil
• Ivabradin
• Simvastatin
• Midazolam
• Hormonelle Kontrazeptiva
• Trizyklische Antidepressiva wie 
  • Amitriptylin und
  • Nortriptylin

Quelle:
Fachinformation Jarsin,
Stand der Information: Februar 2010
Fachinformation Johanniskraut Sandoz 425 mg, März 2010
Arznei-telegramm Jg. 2000, Heft 31, Jg 2001, Heft 32


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Weitere Informationen zur Nebenwirkungen von Medikamenten


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Erhöht Impfen das Risiko für Heuschnupfen?

Häufigkeit von Atopien – Vergleich geimpfte und nicht geimpfte Kinder

In einer großen Studie wurde der Impfstatus von über 17.000 Kindern und Jugendlichen ausgewertet. Bei ein- bis fünfjährigen Kindern erkrankten 15 Prozent der geimpften und 12,6 Prozent der nicht-geimpften Kinder an einer atopischen Erkrankung (Heuschnupfen, Kontaktdermatits, Asthma). Bei den älteren Kindern (6 bis 10 Jahre) lag die Atopiehäufigkeit hingegen bei den ungeimpften Kindern höher (24,1 Prozent bei den geimpften und bei 30,1 Prozent bei den nicht-geimpften Kindern). Insgesamt kommen die Autoren der Studie zu dem Schluss, dass es keinen signifikanten Unterschied im Auftreten von atopischen Erkrankungen zwischen geimpften und nicht-geimpften Kindern gibt.

Fazit: Impfen erhöht dieser Studie zufolge nicht das Risiko an Neurodermitis, Heuschnupfen oder Asthma zu erkranken.

Literatur: Schmitz R et al. Dtsch Ärztebl Int 2011;108(7):99-104


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Wie viele Kinder werden in Deutschland nicht geimpft?

Die Analyse der Angaben zum Impfstatus von über 17.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren zeigte, dass bei deutschen Kindern ohne Migrationshintergrund nur 0,7 Prozent ungeimpft waren.


Literatur: Schmitz R et al. Dtsch Ärztebl Int 2011;108(7):99-104


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Wartezeiten beim Arzt – Bei welchem Facharzt wartet man am längsten?

Die durchschnittliche Wartezeit war einer Patientenumfrage zufolge bei Chirurgen mit 42 Minuten am längsten, gefolgt von den Orthopäden mit 37 Minuten. Bei anderen Fachärzten sieht es aber nicht viel besser aus: Beim Urologen und Internisten sind es im Mittel immer noch 36 bzw. 35 Minuten. Die geringste Wartezeit unter allen Ärzten weisen die Zahnärzte mit einer mittleren Wartezeit von 14 Minuten auf. 





































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Wartezeiten beim Arzt - Unterschiede zwischen privat und gesetzlich Versicherten

Wie lange Sie beim Arzt warten müssen, wird auch durch Ihren Versicherungsstatus bestimmt. Einer Umfrage zufolge ist der Unterschied in der Wartezeit beim Arzt nicht so groß, wie er häufig subjektiv wahrgenommen wird. 
Gefragt wurden Patienten, die in den letzten 12 Monaten einen Arzt ohne akute Beschwerden, aber mit einem Termin, aufgesucht hatten. 


Ergebnis: 46 Prozent der gesetzlich Versicherten mussten länger als 15 Minuten warten, bei den Privatpatienten waren es 40 Prozent.



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Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland

Die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sinkt seit Jahren kontinuierlich. Im Januar 2011 gab es noch 156 gesetzliche Krankenkassen. Im Jahre 2000 lag die Zahl der Kassen noch bei 420.



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