Länger leben - Wie lässt sich die Lebenserwartung steigern?

 
Beeinflussbare Faktoren mit Auswirkung auf die Lebenserwartung 

In einer kürzlich publizierten Studie von Katzmarzyk 2012 wurde analysiert, welche Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung haben. Demnach würde sich die durchschnittliche Lebenserwartung wie folgt verändern: 

  • Eine Verminderung von sitzender Tätigkeit auf weniger als 3 Stunden pro Tag erhöht die Lebenserwartung der Bevölkerung um 2 Jahre.
  • Eine Abnahme des täglichen Fernsehkonsums auf weniger als 2 Stunden erhöht die Lebenserwartung um 1,38 Jahre.
  • Adipositas verkürzt die Lebenserwartung etwa um 1,3 Jahre.
  • Rauchen verkürzt die Lebenserwartung bei Männern um 2,5 Jahre und 1,8 Jahre bei Frauen. 

Vorsicht ist geboten bei der Interpretation dieser Studienergebnisse: Die Aussage: „Wenn ich weiter rauche verkürzt sich meine Lebenserwartung nur um 2,5 Jahre“ kann aus den Ergebnissen nicht abgeleitet werden. Eher ist die Aussage zutreffend: „Wenn es gelänge, alle Männer zu Nicht-Rauchern zu machen, dann steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer um 2,5 Jahre.“ 

Quelle: Katzmarzyk et al. 2012, BMJ 

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Folgen von zu wenig Schlaf – Das Risiko für einen Schlaganfall steigt deutlich


Schlafdefizit - erhöhtes Schlaganfallrisiko
 
Als Ergebnis einer Studie über drei Jahre an 5666 Erwachsenen kommen Forscher zu dem Schluss, das eine Schlafdauer von weniger als 6 Stunden pro Nacht im Vergleich zu 7 bis 8 Stunden Schlaf das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden um das 4-fache erhöht. Bemerkenswert ist, dass dieses erhöhte Schlaganfallrisiko Studienteilnehmer betraf, die ein normales Körpergewicht hatten und keine Schlafapnoe aufwiesen.

Quelle: USA Today, 9. Juni 2012, Lack of sleep increases stroke risk 



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Rauchen aufgeben – Wie hoch ist die Gewichtszunahme?

  
Höhe der Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp 
 
In einer Metaanalyse aus publizierten Studien wurde ermittelt, wie hoch die durchschnittliche Gewichtszunahme nach dem Aufhören des Rauchens ausfällt. Die Ergebnisse sind wenig ermutigend: Im Mittel lag die Gewichtszunahme 12 Monate nach dem Aufgeben des Rauchens bei 4 bis 5 kg. Wobei der größte Teil der Gewichtszunahme innerhalb der ersten drei Monate nach der Beendigung des Rauchens zu beobachten war. Die Gewichtszunahme durch den Rauchstopp variierte beträchtlich: Während bei 16 Prozent der Ex-Raucher sogar das Körpergewicht abnahm, stieg bei 13 Prozent der abstinenten Raucher das Körpergewicht um mehr als 10 kg an.

Quelle: Aubin HJ et al. Weight gain in smokers after quitting cigarettes: meta-analysis. BMJ 2012 Jul 10. 


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Wie viele Menschen leiden an einer Depression?

 
Den Ergebnissen einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2012 zufolge berichten 8,1 Prozent der Befragten über typische Symptome einer Depression (10,2 Prozent bei den Frauen und 6,1 Prozent bei den Männern). Die Wahrscheinlichkeit einer Depression war in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen mit knapp 10 Prozent am höchsten. Hingegen gaben bei den über 65-Jährigen nur 6,3 Prozent Symptome an, die deutlich auf eine Depression hinweisen. 

Quelle: Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), Robert-Koch-Institut 2012; Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 26, 29. Juni 2012 


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Wie viele Kinder sterben jedes Jahr im Straßenverkehr?

 
Im Jahr 2011 kamen 17,5 Prozent weniger Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ums Leben als ein Jahr zuvor. Insgesamt starben auf Deutschlands Straßen 86 Kinder. Hingegen stieg die Zahl der verunglückten Jugendlichen (Altersgruppe 15 bis 17 Jahre) um 14,9 Prozent auf 116 an. 

Quelle: Statistisches Bundesamt 2012, Pressemitteilung Nr. 230 vom 6.7.12 



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Wie häufig sind Schlafstörungen in Deutschland?


Häufigkeit von Schlafstörungen

Etwa jeder vierte Deutsche berichtet über Schlafstörungen. Den Ergebnissen einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2012 zufolge berichten 30,8 Prozent der befragten Frauen und 22,3 Prozent der Männer über Schlafstörungen von mindestens dreimal pro Woche.

Quelle: Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), Robert-Koch-Institut 2012; Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 26, 29. Juni 2012 



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Wie aktiv sind die Deutschen? Allgemeine Zunahme der körperlichen Aktivität

 
Den Ergebnissen einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2012 zufolge berichten 51,7 Prozent der Männer und 49,5 Prozent der Frauen, dass sie mindestens einmal pro Woche körperlich aktiv sind. Im Vergleich zum Jahr 1998 ist der Anteil der sportlich Aktiven bei den Männern um 13,1 Prozent und bei den Frauen um 16,2 Prozent angestiegen.

Quelle: Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), Robert-Koch-Institut 2012; Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 26, 29. Juni 2012 




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Wie viele Menschen leiden an einem Burn-out-Syndrom?

 
Den Ergebnissen einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2012 zufolge berichten 4,2 Prozent der Befragten, dass ein Arzt bei ihnen ein Burn-out-Syndrom festgestellt habe (5,2 Prozent bei den Frauen und 3,3 Prozent bei den Männern). Die Wahrscheinlichkeit eines Burn-out war in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 6,6 Prozent am größten. Hingegen waren bei den 18- bis 29-Jährigen nur 1,4 Prozent von einem Burn-out betroffen.

Quelle: Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), Robert-Koch-Institut 2012; Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 26, 29. Juni 2012 

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Wie viele Menschen in Deutschland sind zuckerkrank?

 
Wie viele Deutsche leiden an einem Diabetes mellitus?  

Die deutliche Zunahme des Diabetes mellitus in den letzten Jahren wird insbesondere auf den zunehmenden Anteil übergewichtiger Menschen zurückgeführt. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie (Gesundheit Erwachsener in Deutschland, Robert-Koch-Institut 2012) ist die Häufigkeit eines Diabetes im Zeitraum von 1997 bis 2010 von 5,2 Prozent auf 7,2 Prozent angestiegen.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil der Menschen mit bisher noch nicht erkannten Diabetes. Forscher gehen davon aus, dass etwa 0,7 bis 2,1 Prozent der Bevölkerung eine Diabetes haben, es aber nicht wissen (etwa 0,5 bis 1,6 Millionen Menschen).  

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 26, 29. Juni 2012 


 

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Wie viele Deutsche sind übergewichtig? Wie viele sind adipös?


Ein Ergebnis der Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“, veröffentlicht im Juni 2012, lautet: Die adipösen Deutschen werden noch dicker. Demnach ist zwar der Anteil der übergewichtigen Deutschen seit der letzten Erhebung 1998 leicht gesunken, liegt aber mit 67,1 Prozent bei den Männern und 53 Prozent bei den Frauen immer noch auf einem hohen Niveau (Altersgruppe: 18 bis 79 Jahre). Hingegen ist die Zahl der adipösen Deutschen, also mit einem BMI größer als 30, weiter angestiegen. In den letzten 10 Jahren stieg z.B. der Anteil der adipösen Männer von 18,9 auf 23,3 Prozent. Bei den Frauen stieg der Anteil mit einem BMI größer 30 nur leicht von 22,5 auf 23,9 Prozent.

Quelle: Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS), Robert-Koch-Institut 2012 
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Verwirrtheitszustände bei älteren Menschen – Wie häufig ist ein Delir im Alter?


Umgangssprachlich wird ein Delir als ein allgemeiner Verwirrtheitszustand beschrieben. Kennzeichnend für das Delirium ist neben der Bewusstseinsstörung eine Störung der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, der Kognition, des Gedächtnisses und der Orientierung. Weitere Symptome können optische Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder motorische Unruhe sein. 

Ärzte sprechen häufig bei einem Delir auch von einem Durchgangssyndrom oder Verwirrtheitssyndrom. 

Ein Delir wird auffällig häufig bei älteren Patienten zum Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme diagnostiziert. Etwas 20 Prozent aller 65-Jährigen weisen bei Krankenhausaufnahme ein Delir auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit auf bis zu 56 Prozent an. In Pflegeheimen liegt die Häufigkeit von Verwirrtheitszuständen besonders hoch. Den Daten zufolge ist mindestens jeder zweite Pflegeheimbewohner von einem Delir betroffen (58 Prozent). 

Männer sind im Alter aufgrund des vermehrten Alkoholmissbrauchs häufiger von einem Delir betroffen. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Alkohol-Entzugsdelir. Weitere Erkrankungen, bei denen es häufiger zum Auftreten von Verwirrtheitszuständen kommt, sind die Demenz und Tumorerkrankungen. 

Auch ein Delir als Nebenwirkung von Medikamenten ist nicht selten: Bei ca. 11 bis 30 Prozent der von einem Delir betroffenen Patienten sind die Symptome durch Medikamente bedingt.


Quelle: Lorenzl S, Füsgen I, Noachtar S: Acute confusional states in the elderly – diagnosis and treatment.. Dtsch Arztebl Int 2012; 109(21): 391–400. DOI: 10.3238/arztebl.2012.0391 


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