Sucht: Jeder fünfte Deutsche hat ein Alkoholproblem

Fast zehn Liter reinen Alkohol trinkt ein Deutscher im Durchschnitt pro Jahr. 

Es wird weniger geraucht, aber weiterhin viel getrunken – das ist das Ergebnis des Jahrbuchs Sucht 2011.

Es muss davon ausgegangen werden, dass jeder fünfte Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren ein Alkoholproblem habe. Zwar sei die jährlich konsumierte Menge reinen Alkohols leicht zurückgegangen, doch falle diese Entwicklung „zu gering“ aus, um Gesundheitsschäden zu vermeiden.

Der Hauptstelle für Suchtfragen zufolge ist die Anzahl an Alkoholvergiftungen zwischen 2000 und 2009 um fast 112 Prozent gestiegen. Besonders dramatisch fällt die Entwicklung mit einem Plus von etwa 194 Prozent in der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen aus. Auch bei den Senioren liegt die Zahl mit etwa 181 Prozent Steigerung über dem ermittelten Durchschnitt. 

Circa 73 000 Todesfälle gingen jährlich auf „alkoholbezogene Gesundheitsstörungen“ zurück. 

Ein Fünftel aller Todesfälle zwischen 35 und 65 Jahren sei alkoholbedingt, bei Männern sogar ein Viertel.



Weitere Informationen zum Thema Alkohol

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Soziale Schicht und Rauchen – Die Oberschicht raucht weniger, die Unterschicht raucht unverändert

Heute rauchen nach wie vor eher Männer, Personen zwischen 20 und 50 Jahren sowie Personen aus Haushalten mit geringem Haushaltseinkommen und Bildungshintergrund (Grafik). Rauchen ist damit zunehmend zu einem schichtgebundenen Phänomen geworden. Vor allem die Oberschicht und in etwas geringerem Maß die Mittelschicht haben sich vom Rauchen abgewendet. Mitte der 60er Jahre war das Zigarettenrauchen in der Ober- und Mittelschicht mit mehr als 40 Prozent noch recht weit verbreitet, heute sind es in der Oberschicht gerade noch 19 Prozent, in der Mittelschicht 29 Prozent. Demgegenüber ist das Zigarettenrauchen in den unteren sozialen Schichten heute mit rund einem Drittel so verbreitet wie Mitte der 70er Jahre.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg 108, Heft 18, S. 825



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Jeder vierte Todesfall wird durch Krebs verursacht

Im Jahre 2009 starben insgesamt 216.128 Menschen in Deutschland an einer Krebserkrankung. 116.711 Männer und 99.417 Frauen. Insgesamt gab es 2009 842.000 Sterbefälle. Demnach wurde etwa jeder vierte Todesfall durch Krebs verursacht. Bei den Männer war Lungen- und Bronchialkrebs die häufigste Krebstodesursache, gefolgt von Prostatakrebs. Bei den Frauen war Brustkrebs am häufigsten, gefolgt von Lungen- und Bronchialkrebs. Drei Viertel aller an Krebs verstorbener Menschen waren 65 Jahre alt oder älter. 


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In welchen Ländern leben die meisten übergewichtigen Menschen?

Den größten Teil an übergewichtigen Menschen gibt es in dem kleinen Pazifikstaat Nauru, gefolgt bei den Männern von den USA und Neuseeland. Deutschland liegt mit dem Anteil der Übergewichtigen bei den Männern auf Platz zehn und bei den Frauen auf Platz 17. Die dünnsten Menschen leben im Übrigen in Bangladesch und Indien sowie in der Republik Kongo. In Europa hatten Frauen in der Schweiz den niedrigsten Body-Mass-Index (BMI), türkische Frauen und tschechische Männer den höchsten BMI. 
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Zu viele Medikamente im Alter?

20 Prozent der über 70-Jährigen nehmen pro Tag 13 Wirkstoffe oder mehr ein. Das Wissen über Neben- und Wechselwirkungen ist unter den betreuenden Ärzten leider häufig mangelhaft. Wenn mehrere Ärzte verordnen, fehlt es häufig an Abstimmung.

Quelle: 6. Altenbericht der Bundesregierung, Deutsches Ärzteblatt, Jan. 2011



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Wie hoch ist die Strahlenbelastung durch eine Mammographie?

Bei einer speziellen Röntgenuntersuchung der Brust, der Mammographie wird die Patientin mit einer Strahlendosis von etwa 0,5 Millisievert (mSv) belastet. Zum Vergleich: eine konventionelle Thorax-Röntgenaufnahme p.a. (Lungenröntgen) verursacht eine zusätzliche Strahlenbelastung von etwa 0,02 mSv, d.h. eine Mammographie erzeugt eine Strahlenbelastung, die etwa 25 Standard-Röntgen-Untersuchungen der Lunge entspricht.

 
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Schlafdauer - Wann steht der durchschnittliche Deutsche in der Woche auf? Und wann geht er zu Bett?

Schlafmediziner aus Regensburg haben herausgefunden, dass der Durchschnittsdeutsche um 23:04 Uhr ins Bett geht und 15 Minuten zum Einschlafen braucht. Er schläft dann im Mittel bis 6:18 Uhr. Zusammen kommt dieser Durchschnittsmensch auf eine Schlafdauer von 6 Stunden und 59 Minuten.

Quelle: Welt Kompakt, 4. Mai 2011, S. 28, Wissenschaft
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Weitere Informationen zum Thema Schlaf

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Häufigkeit von Zahnarztbesuchen

 
Eine Analyse der Zahnarztbesuche für das Jahr 2009 erbrachte erschreckende Ergebnisse: 30 Prozent aller Deutschen besuchten im gesamten Jahr keinen Zahnarzt. Besonders zahnarztscheu sind junge Männer der Altersgruppe 20 bis 25 Jahre: 45 Prozent von ihnen besuchten ein volles Jahr keinen Zahnarzt. Bei den Frauen der gleichen Altersgruppe waren es nur 33 Prozent. Auch der Ost-West-Vergleich liefert überraschende Zahlen: In den neuen Bundesländern gingen 75 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt, in den alten Ländern seien es nur 68 Prozent.

Quelle: Institut ISEG, Welt Kompakt, 6. April 2011, S. 5
 
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Rauchverhalten nach Geschlechtern – Männer rauchen deutlich weniger, Frauen rauchen unverändert

Seit Beginn der Bundesrepublik ist der Anteil der Raucher in der Bevölkerung von knapp über der Hälfte auf zuletzt 29 Prozent zurückgegangen. 

Betrachtet man das Rauchverhalten getrennt nach Geschlechtern erkennt man, dass es in allererster Linie die Männer sind, die mit ihrem veränderten Rauchverhalten zu diesem Rückgang beigetragen haben: Rauchten 1950 noch fast neun von zehn Männern, sank dieser Anteil in den 60er, 70er und 80er Jahren auf circa 40 Prozent in den 90er Jahren und ist in den letzten zehn Jahren weiter rückläufig auf derzeit 33 Prozent. 

Im Vergleich dazu hat sich bei den Frauen relativ wenig verändert: Bis Mitte der 70er Jahre stieg der Raucheranteil – im gesellschaftlich sich öffnenden Klima ein Zeichen der Emanzipation – unter den Frauen von 21 auf 29 Prozent und ist seitdem nur leicht auf zuletzt 24 Prozent zurückgegangen. 

In den letzten 30 Jahren, seit 1980, waren es vor allem die Männer über 60 Jahre und die 14- bis 19-Jährigen, bei denen der Raucheranteil überdurchschnittlich zurückgegangen ist.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt, Jg 108, Heft 18, S. 825


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Wie hoch ist die Strahlenbelastung bei einer Computertomographie?

Bei der Untersuchung des Brustkorbs (Thorax) mit der Computertomographie wird der Betreffende einer Strahlenbelastung von ca. 8 Millisievert (mSv) ausgesetzt. Die natürliche Strahlenbelastung durch radioaktive Isotope in der Umwelt oder kosmische Strahlung liegt bei 2 bis 5 Millisievert (mSv) pro Jahr.


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